Schweizer Freelance & Selbständigen Nettoeinkommensrechner

Calculated using standard mathematical formulas.

Selbstständige Einkommen Rechner Schweiz 2026: Ermitteln Sie das verbleibende Nettoeinkommen für Selbstständige und Freiberufler in der Schweiz.

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Wie berechnet sich das Nettoeinkommen von Selbständigen in der Schweiz?

In der Schweiz gilt bei einer Einzelfirma keine Trennung zwischen Geschäftsvermögen und Privatvermögen des Inhabers. Ihr Bruttoumsatz ergibt sich aus der Multiplikation Ihres vereinbarten Tagessatzes mit den tatsächlich fakturierten Arbeitstagen im Geschäftsjahr.

Vom Bruttoumsatz ziehen Sie alle geschäftsmässig begründeten Betriebsausgaben (wie Miete, Hardware, berufliche Versicherungen, Reisekosten und Buchführung) ab. Der verbleibende Betrag ist Ihr Betriebsgewinn, auf dessen Grundlage die AHV-Beiträge und die freiwillige Vorsorge berechnet werden.

Im Referenzszenario example-standard-freelance erwirtschaftet ein IT-Berater bei einem Tagessatz von 850 CHF und 210 Fakturierungstagen (178'500 CHF Umsatz) abzüglich 12'000 CHF Unkosten einen Betriebsgewinn von 166'500 CHF. Nach Abzug von 16'650 CHF AHV/IV/EO-Beiträgen und einer Säule-3a-Einzahlung von 33'300 CHF verbleiben nach 23'310 CHF geschätzten Steuern 93'240 CHF Nettoeinkommen im Portemonnaie.

Wie funktioniert die sinkende AHV-Beitragsskala 2026?

Im Gegensatz zu Arbeitnehmenden, bei denen der Arbeitgeber die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge übernimmt, tragen Selbständigerwerbende ihre AHV/IV/EO-Beiträge vollständig selbst. Die Ausgleichskasse wendet für das Jahr 2026 eine degressive Beitragsskala an:

Liegt der jährliche Reingewinn unter 10'100 CHF, gilt der Mindestsatz von 5,371 %. Zwischen 10'100 CHF und 60'500 CHF steigt der Beitragssatz kontinuierlich an. Ab einem jährlichen Betriebsgewinn von 60'500 CHF gilt der Maximalbeitragssatz von 10,0 % auf das gesamte Erwerbseinkommen.

Im Einsteigerszenario example-junior-freelance erzielt ein Designer bei 500 CHF Tagessatz und 180 Tagen (90'000 CHF Umsatz) mit 8'000 CHF Spesen nach 8'200 CHF AHV und 16'400 CHF Säule 3a ein Nettoeinkommen von 45'920 CHF.

Welche Vorteile bietet die «grosse Säule 3a» für Selbständigerwerbende?

Selbständige ohne Anschluss an eine Pensionskasse (2. Säule / BVG) können steuerlich besonders profitieren: Sie dürfen bis zu 20 % ihres jährlichen Erwerbseinkommens in die Säule 3a einzahlen, maximal jedoch 36'288 CHF im Steuerjahr 2026.

Diese Einzahlungen werden vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene abgezogen, was zu erheblichen Steuerersparnissen führt und gleichzeitig die Altersvorsorge sichert.

Bei ertragsstarken Profilen wie in example-senior-consultant erzielt ein Berater mit 1'200 CHF Tagessatz an 220 Tagen 264'000 CHF Umsatz und 239'000 CHF Gewinn. Durch Ausnutzung der maximalen Säule 3a von 36'288 CHF verbleiben nach 23'900 CHF AHV und 35'762,40 CHF Steuern 143'049,60 CHF netto.

Wann besteht in der Schweiz eine Mehrwertsteuerpflicht?

Sobald Ihr weltweiter Jahresumsatz aus unternehmerischer Tätigkeit 100'000 CHF übersteigt, müssen Sie sich bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) obligatorisch für die Mehrwertsteuer (MWST) anmelden.

Nach der Registrierung stellen Sie Ihren Kunden den Regelsatz von 8,1 % in Rechnung und reichen periodisch Ihre MWST-Abrechnung (effektiv oder nach Saldobesteuerung) ein.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel sollte man als Selbständiger für Steuern und Sozialabgaben zurücklegen?
Es wird empfohlen, kontinuierlich 25 % bis 35 % des Bruttoumsatzes auf einem separaten Firmenkonto zu reservieren, um Nachzahlungen an die Ausgleichskasse sowie provisorische und definitive Steuerrechnungen von Bund, Kanton und Gemeinde zu begleichen.
Ist eine Pensionskasse (BVG) für Selbständige obligatorisch?
Nein. Selbständigerwerbende unterstehen keinem BVG-Obligatorium. Sie können sich jedoch freiwillig der Vorsorgeeinrichtung ihres Berufsverbandes anschliessen oder die steuerlich vorteilhafte grosse Säule 3a bis zu 36'288 CHF im Jahr 2026 nutzen.
Sind Unfallversicherung (UVG) und Krankentaggeld automatisch versichert?
Nein. Im Gegensatz zu Angestellten sind Selbständige nicht automatisch gegen Nichtbetriebsunfälle versichert und haben keinen automatischen Anspruch auf Krankentaggeld. Entsprechende Policen müssen freiwillig bei privaten Versicherungsgesellschaften abgeschlossen werden.
Worin liegt der steuerliche Hauptunterschied zwischen Einzelfirma und GmbH?
Bei der Einzelfirma wird der gesamte geschäftliche Reingewinn zusammen mit Ihrem übrigen Einkommen besteuert, bei voller persönlicher Haftung. Bei der GmbH zahlt die Gesellschaft moderate Gewinnsteuern, während Sie als Geschäftsführer ein normales Arbeitnehmer-Gehalt beziehen.

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